Daten auf Google Server sollen für Regierungen nicht mehr einsehbar sein

Mrz 9, 2014
Allgemein
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Auf der diesjährigen SXSW-Konferenz hat Google-Boss (Executive Chairman) Eric Schmidt in einem Interview mitgeteilt, dass auch Regierungen bzw Behörden (in erster Linie wohl US-Behörden) auf Nutzerdaten, welche sich auf Google Servern befinden, nicht mehr länger einfach so zugreifen können.

Dies bezieht sich zwar nicht auf die regelmäßig eingehenden Anfragen der Behörden, bei denen auf richterlichen Beschluss hin Daten herauszugeben werden, laut Schmidt’s Aussage jedoch sehr wohl auf den dauerhaften direkten Zugriff. Ein eben solcher direkter Zugriff durch diverse Geheimdienste sei somit nicht mehr möglich.

Eine stärkere Verschlüsselung soll künftig dafür Sorge tragen, unberechtigten Zugriff zu verhindern. Zudem stellt Schmidt die NSA-Spionage auf Googles Servern mit dem großen Angriff der Chinesen 2010 auf gleiche Höhe.

We were attacked by the Chinese in 2010. We were attacked by the NSA in 2013

Ob das die Sammelwut der NSA wirklich ausbremst, bleibt wohl abzuwarten und dürfte meiner Meinung nach auch stark bezweifelt werden. Eventuell macht man es verschiedenen Behörden minimal schwerer – im Endeffekt kommen sie aber wohl trotzdem problemlos an alle Daten. Sei es vor der Verschlüsselung, danach, oder durch weitere Zugriffsmöglichkeiten. In so fern würde ich persönlich das Ganze zunächst als kleine PR-Aktion bezeichnen wollen – die NSA ausbremsen wird diese aber wohl kaum.

Man sollte also auch weiterhin nur solche Daten in der Cloud lagern, die mitlesende Behörden und sonstige Dritte auch (elektronisch) mitlesen dürfen.

 

Comments
  • Dass man nicht empfindlichen Kram ins Internet legen sollte, wusste man schon 1995. Zitat aus RFC 1855/ FYI 28:
    „Unless you are using an encryption device (hardware or software), you should assume that mail on the Internet is not secure. Never put in a mail message anything you would not put on a postcard.“

    LEOXD 9. März 2014 13:29 Antworten
  • Man sollte generell vorsichtig sein, was man hochlädt. Mitlesen, mitsehen kann sowieso auf jeder Plattform jeder. Dass man selbst davon nichts mitbekommt, ist dabei das größte Problem.

    Kundenakquise 13. März 2014 12:25 Antworten
  • Da bin ich mal gespannt ob dies eingehalten wird. Ich glaube nicht daran, denn Ober sticht Unter. Irgendwann geht es mal um Googles Steuern und dann wird so lange gedrückt, bis Google nachgibt und seine Tore öffnet. Dafür bleibt dann die Steuerquote wieder niedrig. Beide müssen doch miteinander zurecht kommen.

    Taiber Roger 20. März 2014 19:43 Antworten

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