Google liest bei Gmail nicht mehr mit – oder?

Aug 30, 2017
Gmail
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lupe

Seit der Einführung des Dienstes hat Google die kostenlose Version von Gmail durch Werbung finanziert. Das ist nichts Besonderes – das machen andere Anbieter auch. Das Besondere bei Google war aber, dass das Unternehmen bei Gmail die E-Mails gescannt hat, um personalisierte Werbung schalten zu können. Für alle, die Wert auf Datenschutz legen, war das immer ein Grund auf die Nutzung von Gmail zu verzichten.

Personalisierte Werbung lohnt sich für die Firmen, die Anzeigen schalten, wesentlich mehr als breit gestreute Werbung. Durch die Personalisierung besteht ein Grundinteresse an den Themen der Werbung und damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie zu Interaktionen und letztlich zu Verkäufen führt. Diese Art von Werbung wird auch weiterhin in den Mails von Gmail erscheinen.

Nur die Informationen für personalisierte Werbung will Google demnächst aus anderen Quellen, z. B. den sozialen Netzwerken oder den Suchergebnissen, beziehen. Deshalb besteht kein Anlass mehr, die E-Mails der Gmail-Nutzer zu scannen.

Aber so ganz stimmt das denn doch nicht. Zwar wird Google in den Mails nicht mehr nach Stichworten für passende Werbung suchen, wird die Mails aber trotzdem weiter scannen. So will Google Spam und Phishing verhindern. Außerdem benötigt die „Smart Reply“-Funktion diesen Input.

Für Gmail im Rahmen von G Suite gilt dies seit Juli, für die kostenlose Version von GMail wird die Änderung im Lauf des Jahres verwirklicht werden.

Photo by Ahmed Saffu on Unsplash
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