Google soll Mails auf ausländischen Servern an US-Regierung ausliefern

Feb 5, 2017
Allgemein
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Scooter im Büro in Sydney

Während Microsoft hier noch einen Sieg erringen und sich in einem langen Kampf vor Gericht erfolgreich dagegen wehren konnte, Mails seiner Kunden auf ausländischen – und somit auch europäischen – Servern an die Regierung zu übergeben, hatte Google hier weniger Glück.

Entgegen andere vorheriger Entscheidungen und Präzedenzfällen entschied Thomas Rueter, Richter an einem Gericht in Philadelphia (US-Bundesstaat Pennsylvania), dass die Herausgabe der geforderten Mails keine große Beeinträchtigung der Eigentumsinteressen der Inhaber sei. Die tatsächliche Verletzung der Privatsphäre fände ja in den Vereinigten Staaten statt, da hier die Mails übergeben werden würden. Basieren dürfte diese Entscheidung auf dem Stored Communications Act aus den 80ern.

Google selbst will das natürlich nicht so hinnehmen und legt Berufung ein. Es wird u.A. damit argumentiert, dass man gar nicht so genau wisse, wo welche Mails liegen würden. Aus Performance-Gründen würden Mails auf verschiedene Server weltweit verteilt werden – auch vom selben Nutzer. Selbst einzelne Mails werden mitunter zerteilt und auf die Server verteilt.

Quelle: Reuters

Beitragsbild: „Scooter im Büro in Sydney“

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